ABGEFAHREN GUT Lara Vadlau und Eva Maria Schimak machen das Unmögliche möglich! Lediglich 20 Mannschaften aus ebenso vielen Nationen drängen ab 31. Juli in der 470er-Damen Klasse an die olympische Startlinie. England war als Gastgeber von vornherein gesetzt, damit blieben 19 Fahrkarten, die die gesamte Segelwelt in den Ring steigen ließ. Eine beinharte Ausscheidung war die logische Konsequenz, die nationale Erwartungshaltung vergleichsweise gering. Denn Erfahrung gilt in der komplexen Sportart Segeln als Trumpf, in der Regel spricht man von vier bis sechs Jahren Vorbereitungszeit um in der Weltspitze mitreden zu können. Demnach sprach wenig für Lara Vadlau (18) und Eva Maria Schimak (24), die sich erst seit knapp 15 Monaten ein und dasselbe Cockpit teilen und als krasse Außenseiter zur Weltmeisterschaft nach Barcelona gereist waren. |
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| Bei den Titelkämpfen wurden die letzten fünf Nationenplätze ausgeschüttet, das Rennen um die London-Teilnahme entschied sich buchstäblich auf den letzten Metern. Das heimische Duo musste entweder der Konkurrenz aus Kroatien oder Russland den Wind aus den Segeln nehmen, um den Olympischen Traum wahr werden zu lassen. Der Endspurt wurde zur Frage der besseren Nerven und war aus rot-weiß-roter Sicht mit einem Happy End verbunden. Die wesentlich höher eingeschätzten Russinnen wurden im Infight an die Wand gesegelt, Lara Vadlau, Jugend-Olympiasiegerin und Jugend-Weltmeisterin 2011, sicherte sich gemeinsam mit ihrer Vorschoterin den letzten Nationenplatz und entspricht mit dieser Leistung den internationalen Qualifikationskriterien. Damit feiert das Duo ihre Olympiapremiere und fährt bereits jetzt den größten Erfolg in der gemeinsamen, noch jungen 470er-Karriere ein. ALLZEIT BEREIT Thomas Zajac und Thomas Czajka hatten in der Olympia-Ausscheidung gegenüber Nico Delle Karth und Niko Resch erwartungsgemäß das Nachsehen. Die Leistungen der 49er-Asse waren aber allemal stark genug, um als Ersatzcrew für die Spiele nominiert zu werden. Aktuell befinden sich die beiden Tommies, wie auch Vadlau & Schimak vor Weymouth, wo im Rahmen der Skandia Sail for Gold Regatta ein letztes mal für den Ernstfall getestet wird. |
