| VOLLER TATENDRANG Während Russell Coutts in San Diego bleiben muss, proben Österreichs AEZ-Segler ein letztes Mal für den Ernstfall. Morgen erfolgt vor Puerto Calero der Startschuss für die Titelkämpfe. |
![]() |
| Lanzarote, Schauplatz der RC44 Weltmeisterschaft und gleichzeitig finale Runde der Championship Tour 2011, zeigte sich beim heutigen warm up von seiner bekannt windsicheren Seite. Der ufernahe Match Race Bewerb, der dem Publikum auf jedem Stopp vorab serviert wird, fand bei traumhaften Verhältnissen statt. Die spannenden Entscheidungen und rasanter Manöver der knapp 14 Meter langen Karbonracer haben definitiv Appetit auf die WM-Entscheidung gemacht, die morgen mit den ersten Fleet Race Wettfahrten beginnt. Bei den direkten Duellen, die in einem Jahresranking gipfeln aber nicht in die WM-Wertung einfließen, konnte sich auch diesmal Team Aqua am besten in Szene setzen. Die Briten gewannen damit auch die Gesamtwertung. Das AEZ RC44 Sailing Team gewann heute eines von insgesamt fünf Match Races und schließt das Jahresranking auf Platz 12 ab. Morgen werden die Karten neu gemischt, als Favoriten auf die WM-Krone gelten Team Aqua, Artemis Racing (SWE) und Katusha (RUS), wo der Italiener Francesco Bruni den im America´s Cup tätigen Paul Cayard ersetzt. Bruni führt die Match Race Weltrangliste an und gilt als entsprechendes Taktikgenie. Der Neuseeländer Russell Coutts muss dem Traum vom WM-Titel in der von ihm ins Leben gerufenen Klasse hingegen weiter aufschieben. Entgegen seinen Plänen blieb der vierfache AC-Champion nun doch in San Diego, wo zurzeit die AC45 World Series Station macht. Die Oracle Katamarane hatten bisher nicht den gewünschten Eindruck hinterlassen, Coutts scheint als sportlicher Leiter des US-Syndikates unabkömmlich. Christian Binder (Taktiker): “Match und Fleet Race sind bekanntlich zwei verschiedene Paar Schuhe und dennoch war dieser Tag ungemein wichtig. Keiner versteckt sich, die Schwächen werden schonungslos aufgezeigt, zudem ist es immer ein Privileg die weltbesten Segler im direkten Duell zu fordern. Wir haben punkto Manöver und Bootsgeschwindigkeit sämtliche Duelle offen gestalten können, aber die mangelnde Erfahrung im Match Race Bewerb hat auch diesmal den Unterschied ausgemacht. Für uns ist es sicherlich von Vorteil, dass die WM und Tour ausschließlich im Fleet Race entschieden wird, wir freuen uns auf die kommenden Tage sind voller Tatendrang und sehr optimistisch, eine überzeugende WM-Runde hinzulegen. Details: www.rc44.at |
