PLATZANGST ALS EINZIGES MANKO Das AEZ RC44 Sailing Team steckt zum Auftakt des Oracle Cups zwei Fehlstarts weg und kann sich im Konzert der Großen behaupten. Peter Evans (NZL), der anstelle von Christian Binder in der heimischen Afterguard das Sagen hat, macht seinem Namen alle Ehre. Der zweifache AC-Champion dirigiert die achtköpfige AEZ-Crew zum Auftakt des Oracle Cups mit viel Übersicht und teils genialen Schachzügen um den Kurs. Nach vier von insgesamt zwölf Runden rangieren die Österreicher auf Rang acht. San Diego und der Pazifik bereiten der RC44 Flotte einen überaus herzlichen und lautstarken Empfang. Nach dem spektakulären Match Race Bewerb, der im Vorprogramm absolviert und von jeder Menge Applaus begleitet wurde, kamen die Massen auf dem Broadway Pier auch in den ersten Fleet Races voll auf ihre Kosten. Die tolle Stimmung wurde durch den starken Auftritt der Heimmannschaft zusätzlich angeheizt. Das AC Team Oracle Racing um Russell Coutts und Larry Ellison führt das Feld nach vier Wettfahrten an, dahinter lauern Katusha und Artemis Racing. Die heimische Auswahl konnte punkto Manöver und Bootsgeschwindigkeit mit den AC-Profis mithalten und verbuchte einen sechsten Platz als bis dato bestes Einzelergebnis. Trainer Alfred Pelinka zeigte sich mit Ausnahme der Starts zufrieden und hob die Moral von Mangold und Co. lobend hervor. „Wir haben uns das Leben mit zwei Fehlstarts selber ein wenig schwer gemacht, aber den Kopf jeweils mit Erfolg aus der Schlinge gezogen. Selbst ein Materialschaden (defekte Halsleine) hat die Jungs nicht aus dem Konzept gebracht, die heutige Leistung stimmt für den weiteren Verlauf der Regatta sehr positiv.“ Die Startprobleme führt Pelinka auf den Platzmangel hinter der Linie zurück. „Zwischen Pier und Startboot sind keine hundert Meter Luft, der Verkehr ist enorm, du musst auf engstem Raum improvisieren“, bestätigt Steuermann Rene Mangold, der Tempomacher Evans als profitablen Glücksgriff bezeichnet. „Er hat überhaupt keine Starallüren, steht über den Dingen und hat die notwendige Ruhe in die Mannschaft gebracht. Wir können von ihm sehr viel lernen und sind auf einem guten Weg.“ Der Oracle Cup wird morgen mit vier weiteren Wettfahrten fortgesetzt. Zwischenstand nach vier Wettfahrten: 1. Oracle Racing (Larry Ellison/Russell Coutts) USA 10 2. Team Katusha (Paul Cayard/Ian Baker) RUS 14 3. Artemis Racing (Torbjorn Tornqvist/Paul Cayard) SWE 16 8. AEZ RC44 Sailing Team (Rene Mangold/Peter Evans) AUT 29 www.rc44.at |
