Es hat nicht sollen sein...
Top vorbereitet, der Motor mit neuester Ausbaustufe, das Getriebe nochmals überholt – so startete das Land-Team zum 7. VLN Lauf – dem 6h ADAC
Ruhr-Pokal-Rennen.
Ein kurzer Test am Freitag gab die Bestätigung: Die Fahrer Marc Basseng & Johannes Stuck meldeten, dass Fahrzeug und Reifen perfekt waren. Trotzdem reichte es dann am Samstag im Training nur zu P4. Das machte das Team nicht nervös, denn Marc & Johannes hatten in ihren Trainingsrunden viel Verkehr.
Der Start ins Rennen verlief planmäßig. Marc, der den Startturn übernommen hatte konnte sich auf P3 hinter Marc Lieb hängen. Auf P1 zeigte Uwe Alzen 2 Runden lang, wie man einen Turbo um die Nordschleife fliegen lässt – dann kam für ihn jedoch das frühe aus durch einen technischen Defekt.
An der Spitze zeigten Marc Lieb und Marc Basseng den Zuschauern 10 Runden lang Motorsport vom feinsten. Lieb und Basseng kamen nach ihrem ersten Stint im Abstand von 3 Sekunden gemeinsam zum Tankstopp. Die Land-Mechaniker arbeiteten etwas schneller als die Manthey-Truppe, und beide Fahrzeuge, Arno Klasen und Johannes Stuck, fahren Stoßstange an Stoßstange aus der Box.
Nach einer halben Runde kam der Funkspruch von Stuck: „Bin am Klasen vorbei“. Bis zum nächsten Boxenstopp machte Johannes über 30 Sekunden auf Klasen gut. Sein letzter Funkspruch: „Bin auf der Döttinger Höhe, alles o.k., komme an die Box.“ Das Team wartete gespannt auf’s Auto.
Plötzlich die Durchsage über den Streckenlautsprecher: Stuck eingeschlagen bei der Einfahrt zur Boxengasse. Sofort rannten alle Land-Mechaniker zur Unfallstelle. Sie sahen ein Bild des Grauens. Johannes musste schwer verletzt aus dem Auto geborgen werden und der Land-Porsche war Schrott. Johannes wurde dann zur ersten Untersuchung in den Medical Center gebracht. Die erste Erlösung kam nach einem Gespräch mit dem Rettungsarzt, der dem Teamchef mitteilte, dass eigentlich alles o.k. sein müsste – bis auf eine schwere Gehirnerschütterung. Die weiteren Untersuchungen sollten aus Sicherheitsgründen in Trier erfolgen.
Am Sonntag wurde Johannes wieder entlassen und am Montag hat er sich bereits das zerstörte Auto bei Land-Motorsport angesehen.
Zum Unfallhergang konnte Johannes keine Aussage mehr machen. Teamchef Wolfgang Land vermutet, seine „Lebensversicherung“ waren eine Sicherheitszelle im RSR – die keinerlei Beschädigungen hatte, ein Top Recaro Rennsitz, der alle Anforderungen voll erfüllt hat, und das schnelle und fachgerechte Eingreifen von den Streckenposten und Rettungsärzten.
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