BLAS-MUSIK
BMW 335iA Lim.
Es ist nun beileibe nicht so, daß man in Bayern brustschwache Autos baut, im Gegenteil.
Der sportliche Touch wird nicht nur durch die Motorräder aus gleichem Haus, sondern auch meist mit einer Reihe gut angetretener Pferdchen untermauert. Auch die verkaufsstarke Dreier-Reihe wird hier nicht ausgenommen, unter knapp 130 PS ist nichts erhältlich. Das bedeutet genau jene Dynamik, mit der das Haus mit dem Propeller-Logo so trefflich wirbt und Erfolg hat.
Und doch gibt es immer wieder herausragende Motorisierungen, die einfach Geschichte schreiben. Etwa der 2002 Turbo, der in den späten Siebzigern die linken Spuren der damals noch beinahe leeren Autobahnen aufräumte.

Ähnliche Ambitionen hat der brandneue 335i. Genauso wie damals klingt alles so einfach und logisch. Man nehme den ohnehin nicht gerade schwächlichen Dreiliter-Sechser, verpasse ihm zwei kleine Turbos und ab geht die Post. Das Ergebnis ist mehr als beeindruckend, selbst für die Verwöhnten am Gaspedal. Und wenn das alles dann noch in der eher unauffälligen Limousine verpackt wird, macht es doppelt Spaß. Im Gegensatz zum seligen 2002er, der meist in weiß-blauer Kriegsbemalung daherkam, fällt auch Kennern beim 335i nur die zweizüngige Auspuffanlage auf, dann allerdings ist es ohnehin zu spät.
Doch beginnen wir am Anfang. Die erste Kontaktaufnahme mit dem neuen Dreier fällt eher unspektakulär aus. Sportliches Gestühl, ein (aufpreispflichtiges) M-Lenkrad, die üblichen Instrumente, alles wie gewohnt. Nach dem Druck auf den obligaten Anlasserknopf das erste Aha-Erlebnis. Klingt wie ein Achtzylinder, zieht auch wie ein Achtzylinder und das mit mindestens vier Litern Hubraum. Während man noch nach unten sieht, dort wo sie eigentlich die Spritzwand für den Achtender nach hinten versetzt haben müßten, hat man auch schon genug damit zu tun, die Beschleunigung unter Dach und Fach zu kriegen. Mit einem zornigen Knurren tobt das Triebwerk durchs Drehzahlband, die Automatik nimmt (Gott sei Dank) die lästigen Schaltvorgänge ab und man kann-, ja muß sich nur noch aufs Fahren konzentrieren. Jetzt, wo es etwas kälter ist und die Reifen nicht immer jegliche Haftung übernehmen, blinken die Lichter der diversen elektronischen Helferleins, wie der gute alte Flipper nach einem „Tilt“. Sie auszuschalten verlangt eine sensible Feinmotorik mit dem Gasfuß, der dann gleichzeitig als Regulator des gewünschten Kurvenradius dient. Dies gelingt auch weniger geübten problemlos, denn der sanft (aber dafür nachhaltig) einsetzende Schub erleichtert die Sache gewaltig. Dazu kommt ein sauber abgestimmtes Fahrwerk, in unserem Fall auch noch mit der hauseigenen „M“ Sportabstimmung.
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Es ist nicht nur glasklar in der Rückmeldung, sondern auch noch überraschend komfortabel, ganz im Gegensatz zur Konkurrenz mit den vier Ringen.
Während der ganzen Zeit fragt man sich, wie bloß die Leutchen diese Motorabstimmung hingekriegt haben, den Klang und die Automatik, die sich auf Wunsch noch über die Paddel am Lenker manualisieren läßt. Dazu kommt noch ein relativ moderater Verbrauch von etwa 11,5 Litern in der Praxis, das heißt mit verspieltem Gasfuß. Die unter zehn in der Werksangabe lassen sich sicher auch erreichen, nur ist dann der Spaß weg.
Daneben fährt man ganz „normal“ Dreier-BMW, freut sich über gute Bremsen und eine gute Verarbeitung mit hochwertigen Materialien. Gleichzeitig ärgert man sich gerade bei diesem Spitzenmodell über die lange Aufpreisliste, die mit nur ein paar Goodies schnell den Wert eines Kleinwagens erreichen. Dabei sind jedoch die geheizten Sitze des Teilledergestühls nicht mit eingerechnet, sie kosten nochmals extra. So ist man zügig jenseits der sechzig Tausender, also in Regionen, wo es schon wesentlich größere Autos gibt. Ob die jedoch so viel Spaß machen, sei dahingestellt.
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TOP & FLOP

Top:
dieser Motor!
dieses Fahrwerk!
dieser Fahrspaß!

Flop:
dieser Preis!
diese Aufpreisliste!
diese Gefahr für den Schein!

DATEN
Preis: € 49.189,-,
Optionen: Lackierung Saphirschwarz metallic € 650,-, Sonderausstattungen € 9.277,-, (Preise excl. Steuern),

Gesamtwert des Testfahrzeuges: 62.649,97,

Sicherheit: Airbags für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbag vorne und hinten, Seitenairbag für Fahrer und Beifahrer im Sitz integriert, ISOFIX-Kindersitzbefestigung im Fond, Kopfstützen 2 vorne und 3 hinten,
Verbrauch/Drittelmix*: 9,6 l,
Beschleunigung 0-100 km/h*: 5,8 sec.,
Vmax: 250 km/h,
Motor: 6-Zylinder in Reihe, Leichtmetall-Zylinderkopf und- block, 4Ventile/Zylinder, DOHC, Kette, 7fach gelagerte Kurbelwelle, elektron. Einspritzung, zwei Abgasturbolader,
Hubraum: 2.979 cm3,
max. Leistung: 306 PS/225 kW bei 5.800/min-1,
max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.300-5.000/min-1,
Verdichtung: 10,2:1,
Treibstoff: 98 ROZ,
Kraftübertragung: 6-Gang, Automatik,
Radaufhängung: v-McPherson-Federbeine, Dreieckquerlenker, h-Mehrlenkerachse, Längslenkern, doppelten Querlenkern, v/h-Stabilisator, Schraubenfedern,
Bremsen: Scheiben, v-innenbelüftet, Ø 292 mm, h-Ø 296 mm, ABS, EBV,
Bereifung: 225/45 R17,
Gewicht: 1.625 kg,
L/B/H: 4.520/1.817/1.421 mm,
Radstand: 2.760 mm,
Tankinhalt: 63 l,
* Werksangaben
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Unsere Empfehlung für den BMW 335i Lim:

DOTZ Mugello in 19 Zoll
Mit ihren Y-Speichen zeigt sich die Mugello in einem fast schon zeitlos anmutenden Design. Die Felge macht sich daher nicht nur an vielen modernen Autos extrem gut, sie eignet sich auch zur Veredelung von Youngtimern.

Beeindruckend an diesem neuen DOTZ-Rad ist der Kontrast zwischen schwarzem Grundlack und der polierten Fläche, der dem klassischen Design eine unverwechselbare Note verleiht.

Ansicht DOTZ Mugello auf BMW 335i Lim

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